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Bühne

The Hellenic Peninsula Devoured by Pigs


Kampnagel, Hamburg, Sa, 25.08., 19 Uhr

Wertung

So war’s

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Installation des spanischen Künstlers Santiago Sierra, welcher mit seiner Arbeit Kritik am allgegenwärtigen Kapitalismus übt.

Informationen des Veranstalters

Wenige Reiche nehmen vielen Armen etwas weg und machen ihnen zugleich Hoffnung, es einmal genau so weit zu bringen. So würde wohl der spanische Künstler Santiago Sierra den Kapitalismus beschreiben. Seit 20 Jahren zeigt seine Kunst die Logik ökonomischer, politischer und moralischer Unterwerfung. Pointiert und unmissverständlich markiert er soziale Realität am unteren Rand´der Gesellschaft: Migranten pferchte er in einen Lastkahn. Arbeitslose bezahlte er dafür, reglos in Pappkartons zu sitzen. Kriegsveteranen stellte er in die Ecke, abgewandt und stumm. Sierras performatives Werk bringt Menschen in genau die unmögliche Lage, in der sie sich jeden Tag befinden, ausnahmsweise jedoch als Kunst, d.h. öffentlich und vor unseren Augen. Unser System macht Menschen - ihre Leben, ihre Körper, ihre Bedürfnisse - zu Material, geformt zum Wohle Weniger. Diese systemische Perversion kopiert Sierra auch in seiner skulpturalen Arbeit. Sein Werk trägt Ausbeutung und Unterdrückung hinein in die Kunstwelt - dorthin, wo man glaubt, man sei etwas Besseres als ein Haufen Diebe. Aber Kunst ist nur die Illusion, man könne sich von der Realität eine Pause gönnen, während man sie ästhetisch reflektiert. Eine Illusion, die Sierra mit seiner Kunst sabotiert. In Hamburg beginnt ein serielles Projekt zur Auflösung Europas, bei dem Santiago Sierra als Auftakt die hellenische und in weiterer Folge die italienische und spanische Halbinsel der Zerstörung preisgeben wird.
 
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