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Achtung Talent!: Die jungen Wilden



Hadi KhanjanpourHadi Khanjanpour, 27, Schauspieler, Theaterperipherie
Woher wir ihn kennen: Vom Laiensclub am Schauspiel Frankfurt. Oder vom spannenden Projekt "Theaterperipherie", wo jugendliche Darsteller, deren Wurzeln außerhalb Deutschlands liegen, mitspielen. Ihre Produktion "Ehrensache" wurde gerade mit dem Hessischen Theaterpreis prämiert.

Warum man ihn kennen muss: Weil er auf der Bühne eine unglaubliche Präsenz hat. Und weil er den Rest des Ensembles jedes Mal in Grund und Boden spielt. Sein stärkster Auftritt: als liebestoller Kays in dem orientalischen Märchen "Leyla & Medschnun".

Unsere Zukunftsprognose: Gerade hat er sein Studium geschmissen, weil Luk Perceval ihn auf die Ludwigsburger Theaterakademie holen will. Nach der Ausbildung werden sich die Intendanten nach ihm reißen. Oder er wird "Tatort"-Kommissar - den harten Ermittler mit Psychoknacks meistert er im Schlaf.

Warum er nicht nach Berlin geht: "Dort würde ich mich nur selbst verlieren."

Hadi Khanjanpours Empfehlung für den Kulturherbst: "Ich bin unglaublich gespannt, was der neue Intendant Oliver Reese am Schauspiel macht. Zum Tanzen: ins Robert Johnson." ("Ehrensache" läuft am 19.9. noch einmal im Stadttheater Rüsselsheim, www.theaterperipherie.de)


Andrea DienerAndrea Diener, 35, Kultur-Bloggerin
Woher wir sie kennen: Aus der Blogosphäre. Wir hängen an ihren Worten, egal ob sie uns in ihren"Reisenotizen aus der Realität" an skurrilen Alltagsbeobachtungen teilhaben lässt oder sich über den Frankfurter Kulturbetrieb lustig macht. Seit vergangenem Jahr bloggt Andrea Diener auch für das Online- Portal der FAZ.

Warum man sie kennen muss: Weil sie alles, was sie will, zu Literatur macht. Weil sie ehrlich, humorvoll und böse ist - und dabei immer den richtigen Ton trifft. Weil sie zu den spannendsten Akteuren des Web 2.0 zählt.

Unsere Zukunftsprognose: In ein paar Jahren gewinnt sie den Grimme Online Award, einen der wichtigsten Netz-Preise der Nation. Das ehrt sie, hält sie aber nicht davon ab, über die Preisverleihung und all die eitlen Medienleute eine richtig schöne Glosse zu schreiben.

Warum sie nicht nach Berlin geht: "Berlin ist zu groß, schmutzig und laut, die Leute sind schrecklich unhöflich. Mir hat sich dort bisher noch nichts geboten, das all diese Negativpunkte ausgleichen könnte."

Andrea Dieners Empfehlung für den Kulturherbst: "Zur Buchmesse findet erstmals eine Veranstaltungsreihe im Kunstverein statt, auf die ich sehr gespannt bin." ("Reisenotizen aus der Realität" auf gig.antville.org)

Auf der nächsten Seite erfahren Sie alles über Att Poomtangon und Bettina Bruinier.


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