Achtung, Talent!
Die jungen Wilden
Achtung, Talent! Diese sieben Kultur-Newcomer aus Hamburg sollten Sie unbedingt kennen. Denn eines haben sie alle gemeinsam: Sie werden noch für reichlich Gesprächsstoff sorgen.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." Hermann Hesses berühmte Sentenz gilt jedes Jahr aufs Neue auch für den Auftakt in die beginnende Kultursaison: Die leidigen Sommerwochen der Gastspiele sind überstanden, es herrscht kribbelige Vorfreude beim Studieren der Spielpläne und Ausstellungsvorschauen. Dort entdecken wir etablierte Kultur-Schwergewichte und stellen uns die Fragen: Wer gehört zur neuen Generation Kulturmacher Hamburgs? Wer wird die Spielzeit prägen und für reichlich Gesprächsstoff in der Kulturszene sorgen? Die Antwort: folgende sieben Persönlichkeiten, die man unbedingt kennen muss. Weil sie so unglaublich viel Talent haben wie Birte Schnöink oder Nico Semsrott. Weil sie schon für ihre Leistungen ausgezeichnet wurden, wie Jörg Pohl. Und weil sie vor dem ganz großen Durchbruch stehen, wie The Knights, Nils Kasiske, Nora Khuon oder Finn-Ole Heinrich. Plus: 100 Tage Kultur. Der große Kulturfahrplan mit den Highlights aus Literatur, Kunst, Theater und Musik bis Jahresende.
Birte Schnöink, 25, Schauspielerin (www.thalia-theater.de)
Woher wir sie kennen: Aus "Verbrechen und Strafe", der Eröffnungsinszenierung der Salzburger Festspiele 2008. Ihre gradlinige und doch mystisch-engelhafte Darstellung der Sonja begeisterte das Publikum genauso wie die Kritiker.
Warum man sie kennen muss: Weil sie nicht ohne Grund Eindruck hinterlassen hat. Bei Luk Perceval, dem neuen Hauptspielleiter des Thalia Theaters, der sie direkt von der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch nach Hamburg holte. Und bei Andrea Breth, der Regisseurin von "Verbrechen und Sühne". Die schwärmte: "Birte schwebt geradezu durch die Inszenierung."
Was sie auszeichnet: Auf der Bühne: ihre Präsenz und die Ambivalenz, mit der sie zerbrechlichen Frauenrollen in der Zartheit Stärke verleiht. Hinter der Bühne: ihre Leidenschaft für das Theater, Wissbegier und Lust am Lernen. In einem Interview sagte sie: "Es ist für mich ein großes Glück, mit namhaften Kollegen zusammenzuarbeiten."
Zukunftsprognose: Die Fußstapfen der Thalia-Ikonen Maren Eggert und Fritzi Haberlandt sind für Birte Schnöink nicht zu groß. Wir wagen mal die Prognose: Schnöink ist eine Anwärterin für den Boy-Gobert-Preis.
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