Wie werden wir morgen arbeiten?
Jobs der Zukunft
Wie und wo werden wir auch in zehn oder zwanzig Jahren noch eine Arbeit finden? Sechs Schritte, die in eine neue Zukunft weisen.
In einem Punkt sind sich alle Experten einig, wenn man sie nach den Berufen der Zukunft fragt: Es gibt keine Gewissheit mehr auf sichere Jobs und boomende Zukunftsbranchen. Der Arbeitsmarkt wandelt sich, und die Wirtschaftskrise, die wir gerade erleben, zeigt, dass auch einer Branche, der heute noch die Zukunft gehört, ganz schnell die Luft ausgehen kann. Was mit Sicherheit bleibt: Wir werden einer Erwerbsarbeit, sprich: einem Beruf, nachgehen. Das Bild dieses Berufs wird sich jedoch immer schneller wandeln.
Die wichtigsten Jobs, die in zehn Jahren gefragt sind, gibt es noch gar nicht!
Jobs der Zukunft? "Die müssen erst erfunden werden", erklärt der Journalist Markus Albers. In seinem Buch "Morgen komm ich später rein" (Campus Verlag) beschreibt er, wie sich das Verständnis und die Bewertung von Leistung radikal verändern. Den Arbeitsplatz fürs Leben gibt es nicht mehr, dafür wird der Ratschlag "lebenslang lernen" zum Mantra. Feste Arbeitszeiten mit Anwesenheitspflicht und Bürojobs wie der des Sachbearbeiters bei einer Bank oder Versicherung gehören der Vergangenheit an. Viele Menschen werden, so Albers, dank der sich rasch entwickelnden technischen Möglichkeiten selbstbestimmt, flexibel und familienfreundlich in einem internationalen Team von Job-Nomaden arbeiten. Albers nennt das "Easy Economy". Sie biete nicht nur mehr Zufriedenheit, sondern tatsächlich die besseren Ergebnisse. Eine Reihe von Firmen bieten ihren Mitarbeitern bereits eine "Freianstellung" an: etwa die Deutsche Bank, SAP, IBM und die Stadtverwaltung von Wolfsburg.
Wie sich der Arbeitsmarkt in Zukunft entwickelt, hängt ab von Faktoren wie dem Ölpreis und der Weltkonjunktur. Aber auch im Alltag kann man erkennen, wo neue Berufe entstehen. Zum Beispiel der des Automatenfachmanns. Er wacht über die größere werdende Zahl der Leergut-, Parkschein- oder Getränkeautomaten, die das Leben erleichtern sollen. Im August 2009 wird das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) den Beruf "Werkfeuerwehrmann" vorstellen. Er ist weder Beamter noch Freiwilliger, sondern arbeitet für ein Unternehmen wie etwa eine Chemiefabrik oder einen Flughafen und ist den dortigen Bedingungen entsprechend dual - also in Theorie und Praxis - ausgebildet. Eine weitere wichtige Entwicklung sind die Hybrid-Berufe. Dazu zählen Tätigkeiten wie Mechatroniker oder Innenausbauer. Letzterer weiß nicht nur, wie man einen TV-Schrank aufbaut, sondern auch, wie man eine beschädigte Wand tapeziert und die Elektrik verlegt.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Sie Ihr Hobby zum Beruf machen können und welche Branchen künftig besonders gefragt sein werden.
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