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Wenn der Schopf sich lichtet

Eine haarige Angelegenheit


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Christoph hat ein Haarproblem. Auf seinem Hinterkopf glänzt eine kahle Stelle, und auch im Stirnbereich lichtet sich sein Schopf. "Wenn mir meine Haare weiter so ausgehen, habe ich in fünf Jahren Glatze", sagt der 24-Jährige frustriert. Christoph gehört zu den 20 Millionen Deutschen, die unter Haarausfall am Kopf leiden. Die meisten von ihnen sind Männer. Aber auch Frauen kann es treffen. Eine von ihnen machte deswegen im letzten Jahr Schlagzeilen: Supermodel Naomi Campbell. Im vorderen Scheitelbereich schimmerte ihre Haut deutlich durch.

Jede zehnte Frau und jeder dritte Mann verliert Haare. Zu 95 Prozent sind die Ursachen erblich oder hormonell bedingt. Die Haarwurzeln reagieren empfindlich auf Dihydrotestosteron (DHT), ein Nebenprodukt des Testosterons und zehn Mal so zerstörerisch. Mit Hilfe des Enzyms 5-Alpha-Reduktase wird ein Teil des Testosterons ständig in DHT umgewandelt. Es lässt die Haarwurzeln schrumpfen, und das Haar verliert immer mehr seinen Halt und seine Nährstoffquelle.

Bei Männern schwinden normalerweise nur die Haare am Oberkopf; der Haarkranz wird als Dauerhaar bezeichnet, weil er nicht auf das Testosteron reagiert. Frauen bekommen am ganzen Kopf ausgedünntes Haar, vor allem im Scheitelbereich. Auch bei ihnen sind die männlichen Hormone (Androgene) schuld. Diese gewinnen an Einfluss, wenn ab den Wechseljahren und in seltenen Fällen auch früher weniger weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) produziert werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Welche Faktoren Haarausfall auslösen können und warum eine Glatze nicht zwingend die letzte Lösung sein muss.


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