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Komödie / USA 2010

Larry Crowne

Er ist 50, Job weg, keine Frau: Soll "Larry Crowne" sich gleich begraben lassen? Nein! Für einen Neubeginn ist es nie zu spät.


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Studieren geht über Resignieren
Wenn es stimmt, dass jedes Gesicht eine Geschichte erzählt, dann erzählt Tom Hanks' Allerweltsgesicht von uns allen. Denn der zweifache Oscar-Preisträger spielt weder Machtmenschen noch Massenmörder oder Supermänner. Ist mehr verlässlicher Freund als stürmischer Liebhaber. Und gibt stets die ehrbaren, weniger die ehrlosen Helden. Er wärmt einem selbst in ungeheizten Kinos das Herz. Wer das mag, dem wird auch seine neue Komödie gefallen. Julia Roberts lässt ihn darin wieder sexier aussehen, als er ist - eine Paarung, die schon in der Politsatire "Der Krieg des Charlie Wilson" prima funktionierte. Hanks geht als arbeitsloser Angestellter mit über 50 noch mal aufs College, weil er darin die einzige Chance sieht, seinem drögen Alltag zu entfliehen. Roberts spielt umwerfend zynisch seine Dozentin, eine heimliche Trinkerin, bei der unklar ist, wen sie mehr verachtet: ihren untreuen Ehemann oder ihre erwachsenen Schüler. Warmer Humor, etwas Sentimentalität, skurrile Nebenfiguren, dazu unverkrampftes Eintreten für Bildung und Anstand - das reicht für eine hübsche, nun ja, Allerweltsromanze. Oder um es positiver zu formulieren: Ist einfach schön, Pretty Woman und Mr. Jedermann zuzuschauen.
Karl-Heinz Schäfer


Start: 30.06.2011, OT: Larry Crowne, Regie: Tom Hanks, Darsteller: Tom Hanks, Julia Roberts, Bryan Cranston u.a., 98 Min.
Fazit: Der Titel ist zum Gähnen, doch Roberts und Hanks bringen Leben in die Bude und machen die Lovestory zum Erlebnis.
 
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